KANOVA Fenstersanierung: Fenster, Türen und Wintergarten verkleiden statt tauschen
Ein Fenster, das dicht schließt und sauber läuft, muss nicht heraus, nur weil der Rahmen außen ausgeblichen, rissig oder grau geworden ist. Genau dort setzt die KANOVA Fenstersanierung an: Der bestehende Stock bleibt im Mauerwerk, davor kommt eine maßgefertigte Schale aus Aluminium. Das Fenster sieht danach aus wie neu, ohne dass jemand die Wand aufstemmt. Wir sagen Ihnen in diesem Beitrag, wie das System funktioniert, wie ein Auftrag abläuft, was er kostet und in welchen Fällen wir Ihnen davon abraten.
Was die KANOVA Fenstersanierung wirklich ist
KANOVA ist ein Verkleidungssystem aus Aluminium für bestehende Fenster- und Türrahmen. Aufgemessen wird jedes Element einzeln, danach werden die Profile im Werk auf das Maß gefertigt und vor Ort auf den alten Rahmen aufgebracht. Der Stock bleibt dabei dort, wo er ist. Es wird nichts herausgerissen, der Verputz bleibt unberührt, und am Ende des Tages steht kein Container voll Bauschutt vor dem Haus.
Wichtig für das Verständnis: Die Verkleidung ist eine zweite Schale vor der Witterungsseite. Sie übernimmt den Schutz des Rahmens gegen Regen, Schnee und UV-Licht und gibt dem Element eine neue Oberfläche. Sie ersetzt aber weder das Glas noch die Beschläge. Was innen an Funktion vorhanden ist, bleibt auch nachher so.
Wann sich Verkleiden lohnt und wann nicht
Klartext: Die Verkleidung ist keine Rettung für ein kaputtes Fenster. Sie ist eine Lösung für ein gutes Fenster mit schlechter Oberfläche. Das ist ein Unterschied, den Sie vor der Entscheidung sauber trennen sollten.
- Verkleiden ist sinnvoll, wenn Rahmen und Flügel gerade sind, das Fenster dicht schließt, die Beschläge laufen und nur die Außenseite abgewittert ist.
- Verkleiden ist sinnvoll, wenn Sie die vorhandene Fensterteilung bewusst behalten wollen, weil sie zum Haus passt und ein neues Element anders aussehen würde.
- Verkleiden ist der falsche Weg, wenn das Holz im Kern morsch ist, der Rahmen sich verzogen hat oder Wasser bereits hinter die Fuge läuft. Eine Schale über einem nassen Rahmen macht den Schaden nicht kleiner, sondern unsichtbar.
- Verkleiden ist der falsche Weg, wenn Sie ohnehin die Verglasung tauschen, die Teilung ändern oder von Dreh auf Hebeschiebe wechseln wollen.
Diese Beurteilung treffen wir vor Ort und nicht am Telefon. Wir sehen uns die Elemente von außen und von innen an, prüfen die Anschlussfuge und sagen Ihnen danach, welche der beiden Varianten wir an Ihrer Stelle wählen würden. Wenn ein Tausch die ehrlichere Antwort ist, sagen wir das auch.
So läuft eine Sanierung mit KANOVA ab
Der Ablauf ist überschaubar und genau deshalb für viele die angenehmere Variante. Vier Schritte, meist über wenige Wochen verteilt:
- Besichtigung und Aufmaß: Jedes Element wird einzeln vermessen. Ein Haus hat selten zwei gleiche Fenster, auch wenn es von der Straße so aussieht.
- Farb- und Profilwahl: Sie entscheiden sich für einen RAL-Farbton und die Profilform. Wir zeigen Ihnen Muster, damit Sie die Farbe an der Fassade und nicht am Bildschirm beurteilen.
- Fertigung im Werk: Die Profile werden auf Ihr Maß zugeschnitten und beschichtet. In dieser Zeit passiert bei Ihnen zu Hause nichts.
- Montage: Die Verkleidung wird auf den Rahmen aufgebracht, die Anschlüsse werden abgedichtet. Pro Fenster reden wir über Stunden, nicht über Tage.
Für Sie heißt das vor allem: Sie müssen nicht ausräumen und nicht ausziehen. Die Wohnung bleibt bewohnbar, die Fenster bleiben während der Fertigung normal in Betrieb, und am Montagetag steht das Element abends wieder geschlossen da.
Haustüre verkleiden: der häufigste Einzelfall
Die Haustüre ist bei uns der Klassiker. Sie steht am stärksten in der Witterung, sie wird täglich benutzt, und sie ist das erste, was ein Besucher sieht. Gleichzeitig ist sie das teuerste Einzelelement im Haus, wenn man sie tauscht.
Bei einer Türe wird das Blatt in der Regel ausgehängt, in der Werkstatt mit dem Alu-Rahmen verkleidet und danach wieder eingesetzt. Der Stock im Mauerwerk bleibt, der Beschlag bleibt, das Schloss bleibt. Wer die Türe danach zusperrt, merkt keinen Unterschied zum Gewohnten, sieht aber eine neue Oberfläche. Für Eigentümer, die vor allem die Optik stört, ist das der kürzeste Weg zum Ergebnis.
Wintergarten sanieren: viele Rahmen, ein Erscheinungsbild
Beim Wintergarten liegt der Reiz woanders. Dort stehen zehn, fünfzehn oder mehr Rahmen nebeneinander, oft in unterschiedlichem Zustand: die Südseite ausgeblichen, die Nordseite noch brauchbar. Ein kompletter Tausch wäre ein Großprojekt mit Gerüst, Statik und wochenlanger Baustelle.
Mit der Verkleidung bekommen alle Elemente dieselbe Oberfläche in derselben Farbe, ohne dass die Konstruktion angerührt wird. Genau das haben wir bei einer Wintergartensanierung mit KANOVA-Aluverkleidung gemacht. Was sonst noch rund ums Haus in unser Fach fällt, sehen Sie auf der Leistungsseite.
Farbe, Oberfläche und was optisch möglich ist
Die Profile werden in RAL-Farbtönen beschichtet. Damit sind Sie nicht auf ein Standardweiß festgelegt, sondern können die Fenster auf die Fassade, das Dach oder die Fensterläden abstimmen. In der Praxis wählen die meisten entweder einen dunklen Anthrazit-Ton oder gehen bewusst in Richtung der vorhandenen Holzfarbe, damit der Charakter des Hauses erhalten bleibt.
Ein Punkt, den wir immer ansprechen: Die Verkleidung trägt auf. Das Profil liegt vor dem alten Rahmen, die sichtbare Rahmenbreite wird dadurch um einige Millimeter größer, die Glasfläche entsprechend kleiner. Bei großen Fenstern fällt das niemandem auf. Bei kleinen, stark unterteilten Sprossenfenstern sieht man es. Wir zeigen Ihnen das vorher am Element und nicht erst am fertigen Objekt.
Was die Verkleidung leistet und was sie nicht kann
Hier trennen wir bewusst scharf, weil an dieser Stelle die meisten Missverständnisse entstehen.
Was sie leistet: Der alte Rahmen steht nicht mehr direkt im Wetter. Regen, Schnee und Sonne treffen auf Aluminium statt auf Holz oder auf sprödes Kunststoffprofil. Das Streichen der Außenseite entfällt, die Oberfläche bleibt über viele Jahre gleich, und optisch ist das Element nicht mehr von einem neuen zu unterscheiden.
Was sie nicht kann: Sie verbessert nicht die Verglasung. Wer heute Einfachglas oder ein frühes Zweischeibenglas im Rahmen hat, hat es nachher immer noch. Sie repariert auch keine ausgeschlagenen Beschläge und keine undichte Anschlussfuge zum Mauerwerk. Ob sich durch den zusätzlichen Aufbau am Rahmen etwas an den Wärmewerten des Elements ändert, hängt vom konkreten Fenster ab und wird bei der Besichtigung besprochen, statt es pauschal zu versprechen.
Kostenlogik: warum Verkleiden meist günstiger endet
Der reine Materialpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Beim Fenstertausch kommen Positionen dazu, die viele erst auf der Rechnung sehen: Ausbau und Entsorgung des alten Elements, Herstellen der Laibung, Innen- und Außenverputz, Malerarbeiten, oft noch die Fensterbank. Genau diese Positionen entfallen bei der Verkleidung, weil niemand das Mauerwerk anrührt.
Deshalb liegt die Sanierung in den meisten Fällen deutlich unter einem Tausch derselben Elemente. Wie groß der Abstand ist, hängt an der Anzahl der Fenster, an der Erreichbarkeit und an der Profilwahl. Eine belastbare Zahl bekommen Sie von uns nach dem Aufmaß und nicht vorher, weil eine geschätzte Zahl am Ende niemandem hilft.
Woran Sie eine saubere Ausführung erkennen
- Die Stöße sitzen eng. An den Ecken der Verkleidung darf keine offene Fuge stehen, in der Wasser stehen bleibt.
- Die Abdichtung ist durchgehend. Der Übergang von Verkleidung zu Mauerwerk und zur Fensterbank muss geschlossen sein, sonst läuft Wasser hinter die Schale.
- Das Wasser kann ablaufen. Unten braucht es eine Abtropfkante, die das Wasser von der Fassade wegführt.
- Der Flügel läuft weiter frei. Nach der Montage muss das Fenster ohne Anstreifen schließen, auch bei Kälte.
Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit Holz und Metall an Bauteilen, die täglich benutzt werden: Stiegen und Geländer, Vollholzhäuser nach dem Thoma-System und das Tiny Haus Hoizhoamat. Dieselbe Sorgfalt am Detail gilt bei einer Fensterverkleidung, auch wenn sie nach außen hin die kleinere Arbeit ist.
Verkleiden oder tauschen: die ehrliche Gegenüberstellung
Wenn Sie beides nebeneinander legen, entscheidet meist nicht der Preis allein, sondern was Sie erreichen wollen.
- Sie stört die Optik, die Funktion passt: Verkleidung. Schneller, günstiger, ohne Baustelle.
- Sie wollen weniger Zug und bessere Werte: Tausch. Da führt kein Weg vorbei, weil die Verglasung dieselbe bleibt.
- Sie haben viele gleichartige Elemente in ordentlichem Zustand: Verkleidung, weil der Effekt pro eingesetztem Euro am größten ist.
- Einzelne Elemente sind hinüber, der Rest ist gut: Mischen. Die schlechten tauschen, die guten verkleiden, und beides im selben Farbton ausführen.
Häufige Fragen zur KANOVA Fenstersanierung
Wie lange dauert die Montage pro Fenster?
Bei einem normalen Wohnraumfenster reden wir über wenige Stunden. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus ist meist in zwei bis drei Tagen fertig, abhängig von der Zahl der Elemente und davon, ob wir für die oberen Geschoße eine Hebebühne brauchen.
Muss ich während der Arbeiten ausräumen?
Nein. Es wird nichts aufgestemmt und nicht verputzt. Ein Abdecken des Fensterbereichs genügt. Vorhänge und Jalousien nehmen wir ab und hängen sie wieder ein.
Kann ich auch nur die Haustüre verkleiden lassen?
Ja, das ist sogar einer der häufigsten Aufträge. Die Türe wird ausgehängt, in der Werkstatt verkleidet und wieder eingesetzt. Sie haben an dem Tag ein paar Stunden lang eine offene Eingangstüre, sonst ändert sich nichts.
Wie lange hält die Verkleidung?
Aluminium mit Pulverbeschichtung ist ein Material, das über Jahrzehnte im Außenbereich steht, ohne dass es gestrichen werden muss. Die Lebensdauer richtet sich weniger nach dem Blech als nach der Ausführung der Anschlüsse und der Abdichtung.
Muss ich die Verkleidung pflegen?
Abwaschen mit Wasser und einem milden Reinigungsmittel reicht, ein bis zwei Mal im Jahr. Kein Schleifen, kein Lasieren, keine Anstriche. Verzichten Sie auf scheuernde Mittel, sonst leidet die Beschichtung.
Funktioniert das auch bei Kunststofffenstern?
Ja. Bei Kunststoffelementen ist typischerweise nicht Fäulnis das Thema, sondern Vergilben und Versprödung der Oberfläche. Auch dort bringt eine Verkleidung eine neue Außenhaut, solange der Rahmen selbst formstabil und dicht ist.
Bekomme ich dieselbe Farbe wie bei meinen Fensterläden?
In der Regel ja, weil in RAL-Tönen beschichtet wird. Bringen Sie ein Musterstück oder die RAL-Nummer zum Beratungsgespräch mit, dann halten wir es direkt nebeneinander.
Fazit
Die KANOVA Fenstersanierung ist kein Ersatz für neue Fenster, sondern die richtige Antwort auf eine ganz bestimmte Ausgangslage: Das Element funktioniert, aber es schaut nicht mehr aus. Dann bekommen Sie mit einer maßgefertigten Alu-Verkleidung eine neue Außenhaut, ohne Ausbau, ohne Verputzarbeiten und ohne wochenlange Baustelle. Sind die Rahmen dagegen morsch oder verzogen, oder wollen Sie an die Verglasung heran, dann ist der Tausch die ehrlichere Entscheidung.
Welcher der beiden Wege bei Ihnen der richtige ist, lässt sich in zwanzig Minuten vor Ort klären. Vereinbaren Sie einen Termin mit Steinkogler, dann sehen wir uns Ihre Fenster gemeinsam an und Sie bekommen eine klare Empfehlung samt Zahlen dazu.